GRAFIKEN WANDKUNST

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Unter grafiken stehen Kunstliebhabern gut 6.000 Original-Grafiken in limitierter Auflage zwischen 150 und 20.000 $WAEHRUNG zur Auswahl. Unter Original-Grafik versteht man eine manuelle Grafik, hergestellt nach einem schon bestehenden Bild. Der Grafiker entnimmt sein Konzept dem Werk anderer oder dem eigenen Oeuvre, das in anderer Technik, Zeichnung oder Malerei ausgef√ľhrt wurde. Der K√ľnstler selbst stellt die Druckform manuell her und begleitet die einzelnen Schritte des Druckverfahrens. Sein Beitrag besteht in der Interpretation der Vorlage mit Hilfe grafischer Mittel.

Der Gro√üteil der Radierungen, Serigraphien und Lithographien ist numeriert und handsigniert. Aufgrund der limitierten St√ľckzahlen k√∂nnen wir die Lieferf√§higkeit nicht immer garantieren.

Grafiken werden nur ungerahmt ausgeliefert.

Auszug K√ľnstler-Index:

√úberblick Drucktechniken:

  • LithographieEine Lithographie entsteht in einem Flachdruckverfahren, da√ü 1798 von dem deutschen Aloys Senefelder erfunden wurde. Der Name ist von den griechischen Worten lithos (=Stein) und graphein (=Schreiben) abgeleitet. Der Lithostein, ein feinporiger Kalkstein aus dem bayerischen Solnhofen, ist von Natur aus wasser - und fettfreundlich. Mit Schleifsteinen verschiedener K√∂rnung wird der nasse Stein vollkommen plan geschliffen. Sodann wird die Zeichnung mit Lithographiekreide und Lithotusche aufgetragen oder aufgespritzt. Danach wird der Stein ge√§tzt. Ziel des √§tzens ist es, die Partien des Steines, die mit der Zeichnung bedeckt sind, f√ľr die Fettaufnahme geeignet zu machen. Die nicht bezeichneten Stellen werden so pr√§pariert, dass sie Wasser aufnehmen und Fett absto√üen k√∂nnen. Die Zeichnung wird nun zum Schutz mit Talkum eingepudert. Danach wird ein Gemisch aus gel√∂stem Gummiarabikum und Salpeters√§ure aufgetragen, das man eintrocknen l√§√üt. So schlie√üen sich die Poren des Steins an den nicht bezeichneten Stellen, an den bezeichneten Stellen verseift die S√§ure mit der Fettkreide. Dadurch werden Kreide oder Tusche wasserunl√∂slich. Sodann wird die √§tzung abgewaschen und der Zeichnung wird mit Auswaschtinktur , einer Tinktur aus in Terpentin√∂l aufgel√∂stem Asphalt, Jungfernwachs, Holzteer und Lavendelwachs erneut Fett zugef√ľhrt. Jetzt wird die Zeichnung auf dem Stein deutlich sichtbar. Auf dem stets feuchtgehaltenen Stein wird nun mit einer rauhen Lederwalze oder Gummiwalze die gew√ľnschte Druckfarbe aufgerollt. Gedruckt wird auf der Steinpresse. Der starke Druck des Reibers √ľbertr√§gt die Druckfarbe vom Stein auf das Papier. F√ľr jede Farbe wird ein eigener Stein pr√§pariert. Die Zahl der Farben ist praktisch unbegrenzt, sie ist auch eine Kostenfrage.
  • Radierung und Karborundum-RadierungDie Radierung (von lat. Radere, kratzen, schaben) ist eine druckgraphische Technik, bei der die farbaufnehmenden Vertiefungen nicht mechanisch, sondern chemisch (√§tzungen) erzeugt werden. Eine polierte Metallplatte (Kupfer oder Zink) wird mit einer s√§urebest√§ndigen Schicht (Wachs, Mastix oder Asphalt) bedeckt und mit einer R√§ucherkerze eingeschw√§rzt, damit die aufzutragende Zeichnung besser sichtbar wird. Mit der Radiernadel zeichnet, bzw. ritzt der K√ľnstler den √§tzgrund, ohne in das Material einzudringen. In die so freigelegten Linien kann die S√§ure im √§tzbad einwirken. Verschieden starke Strichst√§rken werden durch unterschiedliche √§tzdauer erzeugt. In vielen F√§llen folgt eine weitere zus√§tzliche Bearbeitung mit der Kaltnadeltechnik. Danach wird die Platte ges√§ubert, f√ľr den Druck verst√§hlt und mit der gew√ľnschten Druckfarbe eingef√§rbt. Diese dringt dann in die √§tzvertiefungen ein. Jetzt wird die Platte ges√§ubert, nur die Farbe in den Vertiefungen bleibt erhalten. Dann beginnt der Druck der Auflage, indem der Drucker einen angefeuchteten Druckbogen (Hammer-Kupfer-B√ľtten) auf die Platte presst. Der ganze Vorgang wird entsprechend der gew√ľnschten Farbzahl wiederholt. Zur Erstellung einer Karborundum-Radierung (ein von Antoni Tapies entwickeltes Verfahren) wird die Metallplatte nach oben beschriebenem Druckverfahren mit einer Mischung aus Polyester, Gips und anderen von den K√ľnstlern gew√§hlten Materialien erhaben beschichtet (etwa in der Art einer Collage). Es k√∂nnen hierbei auch noch weitere Druckfarben aufgetragen werden. Dann wird das angefeuchtete Papier in einem weiteren Druckvorgang auf diese Aufformungen gepresst. Dadurch bekommen die Bl√§tter als zus√§tzliche k√ľnstlerische Dimension relief√§hnliche Strukturen.
  • Siebdruck (im franz√∂sischen S√©rigraphie)Der Siebdruck ist die j√ľngste graphische Technik. Sie wird erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts angewandt. Der Name wird vom Volksstamm der Serer abgeleitet, denen Europa die Entdeckung der Seide verdankt. Urspr√ľnglich verwendete man f√ľr die Drucksiebe Naturseiden- Gaze, heute hat engmaschiges Polyestergewebe die Seide ersetzt. Bei dem Siebdruck dient ein Metallrahmen, der auf einer Seite mit einem Polyester-Sieb als Druckform bespannt ist, als Grundlage. Der K√ľnstler bemalt dieses Sieb ( mit Stiften, Pinsel oder Spritzpistole) mit Gummiarabikum, Leim oder Zelluloselack. √ľberall dort, wo beim Drucken keine Farbe durchdringen soll, deckt der K√ľnstler die nicht zum Bild geh√∂renden Stellen ab. Das Sieb ist somit mit einer Schablone vergleichbar, die partiell abgedeckt ist. F√ľr den Druckvorgang wir das Papier unter das Sieb gelegt, wobei zwischen Papier und Sieb etwa 3 Millimeter Abstand bleiben mu√ü. Das Sieb wird mit wenig Farbe versehen, die mit einer Rakel, einem Holzgriff mit Gummikante, verstrichen wird. Wird das Rakel mit Druck √ľber das Sieb gestrichen, wir die Farbe durch die offenen Stellen im Sieb regelm√§√üig und homogen auf das darunterliegende Druckgut verteilt. Wie bei allen druckgraphischen Techniken ben√∂tigt der K√ľnstler auch beim Siebdruck pro Farbe eine Druckform, also ein neues Sieb.